ISSN: 2329-6917
Yong-Jiang Zheng, Fang Guo, Yong Zou und Wu Jun
Die vorliegende Studie wurde durchgeführt, um die abweichende DNA-Methylierung in der P1-Promoterregion des p53-Gens bei Patienten mit akuter Leukämie zu untersuchen. Die abweichende DNA-Methylierung des Tp53-Gens in frischen Leukämiezellen von 31 neu diagnostizierten Patienten sowie in Monozytenleukämiezellen U937 wurde mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) nachgewiesen. Die Ergebnisse zeigten, dass eine abweichende DNA-Methylierung in der P1-Promoterregion von Tp53 in 12 Fällen von 31 Leukämiepatienten (38,7 %) sowie in U937-Zellen nachweisbar war, während in der normalen Kontrollgruppe (11 gesunde Freiwillige) keine abweichende DNA-Methylierung dieses Gens festgestellt wurde, was darauf hindeutet, dass es einen signifikanten Unterschied zwischen Patienten mit akuter Leukämie und gesunden Spendern gibt (P=0,0183, exakter Test nach Fisher). Darüber hinaus wurde kein signifikanter Unterschied zwischen Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) und akuter lymphatischer Leukämie (ALL) festgestellt (35,2 % vs. 42,8 %, P = 0,7241, Fishers exakter Test). Unsere Ergebnisse liefern unseres Wissens nach zum ersten Mal Laborbeweise dafür, dass eine abweichende DNA-Methylierung in der P1-Promoterregion des Tp53-Gens sowohl bei AML- als auch bei ALL-Patienten ein häufiges Phänomen ist und dass die Bedeutung dieser speziellen DNA-Methylierung bei akuter Leukämie weiterer und eingehender Untersuchungen bedarf.