ISSN: 2155-9899
Batool Mutar Mahdi, Riad Mohamad Hasan, Mohammed Abdul Mahdi AL-Kurtas, Nahla Ghanim, Leen Khalog Al-Galabi und Wafaa Hazim
Hintergrund: Der Hodenhochstand ist die häufigste Genitalfehlbildung bei Jungen. Männer mit einer Vorgeschichte von Hodenhochstand haben eine geringere Wahrscheinlichkeit, fruchtbar zu werden.
Ziel der Studie: Untersuchung, ob die Entwicklung von Anti-Spermien-Antikörpern und Antitestikulären Autoantikörpern eine Rolle bei der Hemmung der zukünftigen Fruchtbarkeit von Jungen mit Kryptorchide spielen könnte. Diese Patienten wurden histopathologisch und hormonell untersucht.
Patienten und Methoden: Die Untersuchungsgruppe bestand aus 30 Patienten mit Hodenhochstand, die sich im AL-Kindi Teaching Hospital und anderen privaten Krankenhäusern einer subdartischen Orchidopexie unterzogen. Sie wurden einer Orchidopexie und histopathologischen Untersuchungen unterzogen. Sie wurden einer hormonellen Untersuchung sowie einer Untersuchung auf Anti-Spermien und Antitestikuläre Autoantikörper unterzogen.
Ergebnisse: Das Durchschnittsalter der Orchidopexie-Patienten betrug 12 ± 9,4 Jahre. Die histopathologische Untersuchung ergab in 76,6 % der Fälle eine Hodenatrophie. Antitestikuläre Autoantikörper wurden durch direkte Immunfluoreszenz nachgewiesen. Antispermien-Antikörper und Hormonuntersuchungen im Patientenserum vor und nach der Operation zeigten keinen signifikanten Unterschied.
Schlussfolgerungen: Der späte Abstieg eines Hodens in den Hodensack kann seine Entwicklung beeinträchtigen und zu verminderter Fruchtbarkeit führen, da histopathologische Veränderungen (Atrophie) bereits in den ersten Lebensmonaten sichtbar werden. Die Entwicklung antitestikulärer Autoantikörper kann zu diesem Prozess beitragen, da die ektopische Position des Hodens die Barriere schädigt. Daher ergänzen sich hormonelle und chirurgische Behandlungen und sollten vor dem ersten Geburtstag des Kindes durchgeführt werden.