Zeitschrift für klinische und zelluläre Immunologie

Zeitschrift für klinische und zelluläre Immunologie
Offener Zugang

ISSN: 2155-9899

Abstrakt

Autoimmunerkrankungen: Ein Überblick über die molekularen und zellulären Grundlagen aus heutiger Sicht

Sayantan Ray, Nikhil Sonthalia, Supratip Kundu und Satyabrata Ganguly

Autoimmunität entsteht, wenn sich Immunreaktionen im Wirt gegen körpereigene Komponenten richten. Autoimmunerkrankungen sind pathophysiologische Zustände, die aus einem Verlust der Selbsttoleranz und der daraus folgenden immunologischen Zerstörung des Wirtsgewebes resultieren. Autoimmunität wird durch eine Vielzahl molekularer und zellulärer Ereignisse und Reaktionen vermittelt. Die Entwicklung einer Autoimmunität ist ein sehr komplexer Prozess, bei dem die Erkennung von Selbstantigenen durch Lymphozyten eine zentrale Rolle bei pathologischen Organschäden spielt. Autoimmunerkrankungen werden als komplexes Merkmal vererbt, wobei mehrere Loci verschiedene Aspekte der Krankheitsanfälligkeit steuern. In jüngster Zeit wurden einige dieser Anfälligkeitsgene identifiziert. Bestimmte Umwelteinflüsse wie Zigarettenrauch, ultraviolettes Licht oder Infektionserreger können mit dieser genetischen Prädisposition interagieren und den Krankheitsprozess auslösen. Die Exposition gegenüber Siliziumdioxid und seine Rolle bei systemischem Lupus erythematodes (SLE) wurden in Studien zur Exposition am Arbeitsplatz identifiziert, und experimentelle Studien haben mögliche Mechanismen im Zusammenhang mit Immundysregulation untersucht. Einige Autoimmunreaktionen treten nach einer Infektion mit einem Krankheitserreger auf, dessen Protein(e) strukturelle Ähnlichkeiten mit Proteinbereichen des Wirts aufweisen. So können Antikörper, die gegen einen Krankheitserreger gebildet werden, mit einem Selbstprotein Kreuzreaktionen eingehen und als Autoantikörper wirken, und das betreffende Autoantigen stellt dann eine Quelle für anhaltende Stimulation dar. Es gibt Hinweise darauf, dass die Aktivierung von Autoimmun-B- und T-Zellen durch angeborene Immunrezeptoren wie Toll-like-Rezeptoren beeinflusst werden kann, die in erster Linie von Krankheitserregern stammende Molekülstrukturen erkennen, aber auch Kreuzreaktionen mit Wirtsmolekülen eingehen können. Proteine, gegenüber denen das Immunsystem im Allgemeinen selbsttolerant ist, können, wenn sie verändert werden, Autoimmunreaktionen auslösen. Auch die mögliche Beteiligung von Chaperonen an der Induktion der Pathogenese wurde untersucht. Die Beiträge von Mikro-RNA zur Pathogenese von Autoimmunerkrankungen wie SLE werden allmählich aufgedeckt und könnten uns ein neues Feld für die Erforschung der Mechanismen eröffnen, die für die Initiierung und Pathogenese von Autoimmunerkrankungen verantwortlich sind.

Haftungsausschluss: Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Tools der künstlichen Intelligenz übersetzt und wurde noch nicht überprüft oder verifiziert.
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