ISSN: 2155-6148
Dipti Saxena, Atul Dixit, Bipin Arya und Sadhana Sanwatsarkar
Hintergrund: Bei Herz-, neurologischen und Karotisoperationen ist die Schlaganfallrate bekanntermaßen hoch (2,2–5,2 %). Laparoskopie gilt als Verfahren mit geringem Schlaganfallrisiko. Hier berichten wir über einen Schlaganfallfall bei einem Patienten, der sich einer laparoskopischen Nephrektomie unterzogen hatte. Die Schlaganfallvorgeschichte wurde zum Zeitpunkt der Operation nicht bekannt gegeben. Die Auswirkungen dieses Versäumnisses auf die intraoperative Behandlung und wie es hätte behoben werden können, werden hier diskutiert.
Falldarstellung: Dieser Artikel berichtet über einen postoperativen Schlaganfall bei einem 58-jährigen Mann mit mäßiger Adipositas, der sich einer laparoskopischen Nephrektomie unter Vollnarkose unterzog. Der Patient hatte keine Vorgeschichte einer früheren vorübergehenden ischämischen Attacke (TIA), obwohl er vor einem Jahr eine solche Episode hatte. Intraoperativ wurden Antihypertensiva zur Kontrolle des Bluthochdrucks eingesetzt. Nach der Extubation wurde festgestellt, dass er weder sprechen noch seine rechten oberen und unteren Gliedmaßen bewegen konnte. Die CT-Untersuchung ergab einen frischen Wasserscheideninfarkt im Frontoparietalbereich und einen alten Infarkt im Okzipitalbereich.
Schlussfolgerung: Die Bedeutung der Anamnese, insbesondere bei älteren Patienten, kann nicht unterschätzt werden. Sie ist nicht nur für das intraoperative Management wichtig, sondern auch für die Risikostratifizierung und für medizinrechtliche Zwecke.