ISSN: 2327-4972
Naael Hussein Ali
Ziele: Ziel der vorliegenden Studie war es, die Prävalenz der Zöliakie (CD) bei Männern mit ungeklärter Unfruchtbarkeit zu ermitteln und den Zusammenhang zwischen CD-Autoantikörpern und Anti-Spermien-Autoantikörpern (ASA) als Diagnoseinstrument für immunologische Unfruchtbarkeit zu bestimmen.
Materialien und Methoden: Zur Diagnose von Zöliakie wurden 166 männliche Patienten ausgewählt, die an primärer, ungeklärter Unfruchtbarkeit litten. Drei Autoantikörper (AD) wurden mittels Enzymimmunoassay (ELISA), deamidierter Gliadinpeptid/Gewebetransglutaminase (DGP/tTg-IgA), tTg-IgG und IgA nachgewiesen. Zwei weitere Autoantikörper wurden mittels ASA, IgG und ASA-IgA nachgewiesen, um immunologische Unfruchtbarkeit zu diagnostizieren. Alle serologischen Verfahren und Untersuchungen der Samenflüssigkeit wurden an Männern mit ungeklärter Unfruchtbarkeit im Gouvernement Basra im Süden des Irak durchgeführt.
Ergebnisse: Von 166 Teilnehmern mit unerklärlicher Unfruchtbarkeit wurden 15 Teilnehmer (9 %) als immunologisch unfruchtbar diagnostiziert. Dreizehn Teilnehmer (7,8 %) haben eine stille Zöliakie. Nur sieben (4,2 %) haben sowohl immunologische Unfruchtbarkeit als auch Zöliakie. Statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Zöliakie und immunologischer Unfruchtbarkeit (OR) > 20 mit (95 % KI) zwischen 7,2 und 58. Es ergab sich eine signifikante Korrelation (p < 0,05) zwischen den fünf Autoantikörpern und dem Motilitätsparameter Grad A+B der Samenflüssigkeitsanalyse.
Schlussfolgerung: Bei Männern mit unfruchtbarer Erkrankung sollte ein Screening auf Zöliakie Teil der diagnostischen Abklärung sein. Bei unfruchtbaren Männern sollte eine immunologische Unfruchtbarkeit als zusätzliche mit Zöliakie assoziierte AD in Betracht gezogen werden.