Zeitschrift für Ergonomie

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Offener Zugang

ISSN: 2165-7556

Abstrakt

Erhöhte berufliche Belastung des Hüftgelenks lässt auf frühere Hüftendoprothetik schließen

Gregor Recnik, Veronika Kralj-Iglic und Rok Vengust

Hintergrund : Eine höhere nicht berufsbedingte Kontaktbelastung des Hüftgelenks wird mit der Entwicklung von idiopathischer Osteoarthritis in Verbindung gebracht. Ziel unserer Studie war es, herauszufinden, ob eine zusätzliche Erhöhung der Kontaktbelastung der Hüfte beim Heben schwerer Gegenstände zu einer früheren Hüftarthroplastik beitragen kann.
Methoden : 50 weibliche Probanden mit geeigneten Standard-Beckenröntgenaufnahmen, die Jahre vor der Operation angefertigt wurden, wurden sorgfältig aus einer Liste von aufeinanderfolgenden Empfängern von Hüftendoprothesen wegen idiopathischer Osteoarthritis ausgewählt. Die Masse der gehobenen Lasten (Mload) und das Körpergewicht wurden durch ein Interview mit jeder Probandin ermittelt. Es wurden die maximal gehobenen Lasten aufgezeichnet, die mehr als 5-mal pro Tag, mehr als 3-mal pro Woche und über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren gehoben wurden. Die maximale Kontaktbelastung der Hüfte im Einbeinstand (pmax) wurde für 65 Hüften aus dem Körpergewicht und den Parametern der Becken-Hüfte-Konturen mit der HIPSTRESS-Methode berechnet. Mithilfe einer Regressionsanalyse wurde die nichtberufliche (pmax) und berufliche (Mload) Belastung des Hüftgelenks mit dem Alter bei der Hüftarthroplastik korreliert. Zusätzlich wurde ein univariates Modell mit dem natürlichen Logarithmus der beruflichen Kontakthüftbelastung (pocc) als unabhängige Variable erstellt.
Ergebnisse: Eine Erhöhung von pmax um 1,00 MPa (nichtberufliche Belastung) war mit einer Hüftarthroplastik 7,3 Jahre zuvor verbunden (R2 = 0,137; P-Wert < 0,001) und eine Erhöhung von Mload um 10 kg (berufliche Belastung) mit einer Hüftarthroplastik 1,3 Jahre zuvor (R2 = 0,107; P-Wert = 0,014). Außerdem wurde eine bivariate Regressionsanalyse durchgeführt, die sowohl pmax als auch Mload einbezog (bereinigter R2 = 0,214, P-Wert < 0,001). Mit dem univariaten Modell, das sich auf pocc bezieht, konnten wir 22,8 % der Variabilität im Alter bei Hüftarthroplastik erklären (bereinigter R2 = 0,228, P-Wert < 0,001).
Schlussfolgerungen: In unserer Studie wurde das arbeitsbedingte Heben schwerer Gegenstände mit einer Zunahme der berufsbedingten Hüftkontaktbelastung mit einer früheren Hüftarthroplastik in Zusammenhang gebracht.

Haftungsausschluss: Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Tools der künstlichen Intelligenz übersetzt und wurde noch nicht überprüft oder verifiziert.
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