ISSN: 1948-5964
Ahmed Barakat und Zenab Aly Torky
Das Bohnengelbmosaikvirus ist eine der verheerendsten Krankheiten kultivierter Leguminosenpflanzen weltweit und verursacht Mosaik, Fleckenbildung, Missbildung und Verformung bei infizierten Kulturpflanzen. Die vorliegende Studie wurde durchgeführt, um die Möglichkeit einer Infektion von Lupinus albus (Lupine) mit dem Bohnengelbmosaikvirus zu untersuchen. Das Virusisolat wurde durch Nachweis des durch Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion amplifizierten Gens des Hüllproteins und auch über Chenopodium Amaranticolor als diagnostische Wirtspflanze identifiziert. Die Ergebnisse zeigten, dass die Infektion unter Treibhausbedingungen herbeigeführt werden kann und infizierte Pflanzen ein erhebliches Maß an Mosaiksymptomen zeigten. Da die Krankheitsentwicklung bei infizierten Pflanzen immer mit physiologischen und chemischen Veränderungen einhergeht, wurden einige Parameter metabolischer Veränderungen ausgewertet, wie photosynthetischer Pigmentgehalt, Gesamtkohlenhydratgehalt, Gesamtlösliches Protein, Gesamtprotein, Gesamtgehalt an freien Aminosäuren, Prolininduktion, Gesamtphenolgehalt, Salicylsäure und Abscisinsäuregehalt bei gesunden und infizierten Lupinenpflanzen. Die Ergebnisse zeigten eine große Variation in allen biochemischen Kategorien bei Lupinus albus, die mit dem Bohnengelbmosaikvirus infiziert waren, im Vergleich zu gesunden Pflanzen. Der Chlorophyll-a-Gehalt von mit Viren infizierten Lupinen (Lupinus albus) sank auf 27 %, während der Chlorophyll-b-Gehalt auf 19,5 % und der Kohlenhydratgehalt auf 36 % sanken, verglichen mit den entsprechenden Werten gesunder Kontrollpflanzen. Die Ergebnisse zeigten auch viele Stoffwechselveränderungen bei virusinfizierten Lupinenpflanzen. Die Wirkung der Virusinfektion auf die Induktion von Pflanzenwachstumsregulatoren wie Abscisinsäure wurde bestimmt, außerdem wurde die Beziehung zwischen Abscisinsäureaktivierung, Virusakkumulation und Symptomentwicklung diskutiert und die Wirkung der Anwendung von Abscisinsäureinhibitoren auf die Virusinfektion und den Primär- und Sekundärstoffwechsel von Lupinen wurde aufgeklärt, da dieser Effekt ein vernachlässigtes Forschungsgebiet ist.