ISSN: 2165-7556
James Lenard, Karthikeyan Ekambaram and Andrew Morris
Es gibt Belege dafür, dass die Kopfposition bei einem Heckaufprall das Schleudertraumarisiko für Fahrzeuginsassen erhöht. Ziel dieser Studie war es, Belastungsdaten zur Kopfposition und -drehung bei natürlichem Fahren zu sammeln und diese in Form eines parametrischen statistischen Modells für den Einsatz in Computersimulationen auszudrücken, um das Sitzdesign zur Vermeidung von Nackenverletzungen zu optimieren. Ein mit einem Eye-Tracker ausgestattetes Fahrzeug wurde verwendet, um digitale Messwerte zu sammeln, die durch eine Vierspur-Videoaufzeichnung ergänzt wurden. Daten aus Fahrversuchen (ca. 30-60 Minuten) wurden analysiert, wenn das Fahrzeug stand, anhielt oder sich langsam bewegte, da dies Manöver sind, bei denen das Aufprallrisiko und damit das Risiko von Nackenverletzungen am höchsten ist. Es wurde festgestellt, dass die „t-Standortskala“-Verteilung am besten zu den experimentellen Daten passte und dass der gemessene Interquartilbereich oder die zentralen 50 % der Kopfbewegung bei solchen Manövern ca. ± 15 mm seitlich, ± 10 mm längs und ± 7,5 Grad Links-Rechts-Drehung betrug. Diese Bereiche geben Hinweise auf den Grad der Biotreue, der in Computersimulationsmodellen erforderlich ist. Weitere Analysen zeigten, dass Kopfdrehungen außerhalb des Bereichs und schnelle Drehungen den Großteil der fehlenden digitalen Messwerte erklärten und diese beiden Bewegungen daher separat als Elemente des parametrischen Modells modelliert werden sollten.