ISSN: 2155-9570
Irit Bahar, Shlomo Vinker, Eitan Livny und Igor Kaiserman
Zweck: Vergleich der Prävalenz von Nierenerkrankungen bei Keratokonus-Patienten mit einer altersentsprechenden, nichtkeratokonischen Bevölkerung.
Methoden: Diese retrospektive, beobachtende, vergleichende Fall-Kontroll-Studie umfasste alle Mitglieder des Central District of Clalit Health Services in Israel mit einer Keratokonus-Diagnose in den Jahren 2000 bis 2007 (Studiengruppe; n=426) und 1704 gesunde alters- und geschlechtsentsprechende Kontrollpersonen. Wir berechneten die Prävalenz von chronischem Nierenversagen, anderen Nierenerkrankungen, Nierenmalignität und Nierentransplantation in beiden Gruppen. Wir untersuchten auch das Risiko für Osteoporose, Diabetes und Bluthochdruck bei den Patienten mit Keratokonus. Daten zur Medikamenteneinnahme im Zusammenhang mit Nierenerkrankungen wurden ebenfalls erhoben.
Ergebnisse: Im Durchschnitt wurde in der Studiengruppe ein signifikant höherer Prozentsatz an chronischem Nierenversagen nachgewiesen (1,88 %) als in der Kontrollgruppe (0,53 %, OR=3,6 95 % CI=1,4-9,4). Dies galt auch für andere Nierenerkrankungen (3,8 % vs. 1,7 %, OR = 2,1, 1,1–3,9). Bei den Patienten mit Keratokonus stellten wir auch eine erhöhte Prävalenz von Osteoporose (OR = 2,2, 1,1–4,2), Diabetes (OR = 1,8, 1,1–3,0) und Bluthochdruck (OR = 1,4, 0,94–1,9) sowie einen signifikant höheren Trend bei der Verwendung von ACE-Hemmern, Alphablockern, Betablockern, Kortikosteroiden, nichtsteroidalen entzündungshemmenden Medikamenten, Immunsuppressiva und Bisphosphonaten fest.
Schlussfolgerungen: Nierenerkrankungen traten bei Keratokonus-Patienten signifikant häufiger auf.