ISSN: 2155-6148
Murat Haliloglu, Dilek Omur, Tuba Can Yuksel, Cabir Alan und Volkan Hancı
Hintergrund: Propofol ist ein intravenöses Narkotikum mit bekannten antiemetischen Eigenschaften. Weniger gesichert sind seine potenziellen analgetischen oder antinozizeptiven postoperativen Effekte bei Verwendung als Erhaltungsanästhetikum während chirurgischer Eingriffe. Wir verglichen die postoperativen Effekte einer totalen intravenösen Anästhesie (TIVA) mit Propofol mit denen einer Inhalationsanästhesie mit Sevofluran und suchten nach Unterschieden in der Qualität der Genesung der Patienten. Methoden: Wir untersuchten 23 Patienten, bei denen eine endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (ESS) geplant war. Mithilfe einer doppelblinden experimentellen Methode teilten wir die Patienten nach dem Zufallsprinzip entweder einer TIVA mit Propofol/Remifentanil (PR) oder einer Inhalationsanästhesie mit Sevofluran/Remifentanil (SR) zu. Wir maßen den Schmerzgrad (per visueller Analogskala, wobei 1=keine Schmerzen und 10=stärkste vorstellbare Schmerzen), das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen sowie die Dauer der postoperativen Genesung. Ergebnisse: Die mittlere Schmerzbewertung betrug 3,4 ± 3,3 in der PR-Gruppe und 5,3 ± 2,8 in der SR-Gruppe. Die mittlere Schmerzbewertung betrug 3 ± 3 in der PR-Gruppe und 5,5 ± 1,5 in der SR-Gruppe. In der PR-Gruppe berichteten 3 von 12 Patienten über einen Schmerzwert > 4; in der SR-Gruppe berichteten 6 von 10 Patienten über einen Schmerzwert > 4. Pro Gruppe wurde nur 1 Fall von Übelkeit gemeldet. Die verabreichten Narkotika waren in beiden Gruppen vergleichbar. Die mittlere Erholungszeit betrug 67 ± 30 Minuten in der PR-Gruppe und 69 ± 27 Minuten in der SR-Gruppe. Schlussfolgerung: Wir fanden keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen TIVA mit Propofol und Inhalationsanästhesie mit Sevofluran in Bezug auf postoperative Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Narkotikaverabreichung und Erholungszeit.