ISSN: 2155-6148
Eduardo T. Moro, Miller F. Lambert, Felipe Augusto Horácio Ribeiro, Murilo Sunica Targueta, Helena Torricelli Pancevski, Thiago Patrício de Lima und Joshua Bloomstone
Hintergrund: Die Reparatur von Leistenhernien kann unter Verwendung verschiedener Anästhesieverfahren durchgeführt werden. Obwohl die Lokalanästhesie kostengünstiger zu sein scheint, sind Spinal- und Allgemeinanästhesie nach wie vor sehr beliebte Alternativen oder sogar Verfahren erster Wahl. In dieser randomisierten klinischen Studie wurde die Qualität der Genesung bei Patienten untersucht, die sich einer Hernioplastik unter Verwendung einer von zwei Techniken unterzogen: Allgemeinanästhesie mit einer Larynxmaske und einem Feldblock (GA) oder Spinalanästhesie (SA).
Methoden: Siebzig Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip einer von zwei Gruppen zugeteilt: GA oder SA. Die Qualität der Genesung wurde anhand eines 40-Punkte umfassenden Bewertungssystems (Quality of Recovery Questionnaire-QoR-40) beurteilt. Frühe klinische Genesungsvariablen wie die Zeit vom Ende der Operation bis zum Verlassen des Operationssaals (OR), die Zeit bis zur Erfüllung der Entlassungskriterien für die Aufwachstation (PACU), das Auftreten von Übelkeit, Erbrechen, Harnverhalt, postoperativen Schmerzen und die Dauer des PACU-Aufenthalts wurden ebenfalls beurteilt.
Ergebnisse: Beim Vergleich der Gesamt- oder Einzeldimensionswerte des QoR-40-Fragebogens wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen beobachtet. Die mittlere Zeit vom Ende der Operation bis zum Verlassen des Operationssaals war in der GA-Gruppe länger als in der SA-Gruppe (P<0,01). Die Patienten in der SA-Gruppe benötigten länger, um die Entlassungskriterien der PACU zu erfüllen (P<0,01). Die Häufigkeit von Übelkeit, Erbrechen, Harnverhalt und Schmerzen unterschieden sich zwischen den Gruppen nicht.
Schlussfolgerungen: Die Qualität der Genesung unterschied sich nicht zwischen den Patienten, die sich einer Leistenbruchoperation unter Vollnarkose oder unter stationärer Operation unterzogen, wie durch den Fragebogen QoR-40 beurteilt.