Klinische und experimentelle Kardiologie

Klinische und experimentelle Kardiologie
Offener Zugang

ISSN: 2155-9880

Abstrakt

Prävalenz der obstruktiven Koronararterienerkrankung bei ambulanten Patienten mit stabiler Angina Pectoris

Dirk Westermann, Konstantinos Savvatis, Ulrike Wollenberg, Roger Limberg, Lars S. Maier und Johann Bauersachs

Hintergrund: Myokardischämie mit ihrem klinischen Symptom Angina Pectoris ist mit erhöhter Morbidität und Mortalität verbunden. Obstruktive Koronararterienerkrankung (KHK) ist nicht die einzige Ursache für Herzischämie und die Prävalenz obstruktiver KHK bei Patienten mit stabiler Angina Pectoris wird weiterhin diskutiert. Daher untersuchten wir die Prävalenz von KHK bei Patienten mit stabiler Angina Pectoris, die sich einer Koronarangiographie unterziehen. Methoden: In einer Querschnittsstudie wurden 2501 Patienten mit stabiler Angina Pectoris, bei denen eine Koronarangiographie geplant war, in Ambulanzen in Deutschland beobachtet. Basismerkmale, Ergebnisse des ischämischen Stresstests, Angina-Status sowie das Ergebnis der Koronarangiographie hinsichtlich des Ausmaßes der Koronararterienerkrankung (KHK) wurden dokumentiert. Ergebnisse: Bei 1049 der 2501 Patienten war eine obstruktive KHK als vorbestehende Erkrankung in der Krankengeschichte des Patienten dokumentiert, während bei den anderen 1452 Patienten keine zuvor dokumentierte KHK vorlag. Bei 85 % dieser Patienten mit bekannter KHK zeigte die neu durchgeführte Koronarangiographie eine Progression der KHK als wahrscheinlichsten Grund für Angina-Pectoris-Symptome. Im Gegensatz dazu wurde bei nur 16,5 % eine signifikante obstruktive KHK durch Koronarangiographie dokumentiert, trotz ähnlicher Symptome im Vergleich zu Patienten mit bekannter KHK. Interessanterweise waren in einer multivarianten Analyse bei Patienten ohne bekannte KHK nur männliches Geschlecht, Alter über 65 Jahre, Dyslipidämie sowie typische Angina-Pectoris-Symptome prädiktiv für eine obstruktive KHK. Andere klassische Risikofaktoren einschließlich Bluthochdruck, Rauchen und das Ergebnis des ischämischen Stresstests waren in dieser Gruppe nicht prädiktiv für eine KHK. Schlussfolgerung: Bei Patienten mit bekannter KHK war eine Progression der Erkrankung häufig eine Ursache für Angina-Pectoris-Symptome. Eine neu diagnostizierte KHK war bei Patienten ohne vorbestehende KHK weitaus seltener. Dies ist klinisch relevant, da die Symptome bei Patienten mit und ohne vorbestehende KHK ähnlich waren. Andere Ursachen für eine Herzischämie, einschließlich endothelialer Dysfunktion und mikrovaskulärer Anomalien, können für die klinische Symptomatologie von Patienten mit stabiler Angina Pectoris relevant sein.

Haftungsausschluss: Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Tools der künstlichen Intelligenz übersetzt und wurde noch nicht überprüft oder verifiziert.
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