ISSN: 2155-9570
Yukan Huang Hosam Sheha und Scheffer CG Tseng
Zweck: Beurteilung der Wirksamkeit des Einsetzens einer nahtlosen, selbsthaltenden, kryokonservierten Amnionmembran bei der Behandlung wiederkehrender Hornhauterosion (RCE).
Methoden: Bei elf Augen von neun aufeinanderfolgenden Patienten mit RCE wurde ein Epithel-Debridement durchgeführt und ProKera ® (Bio-Tissue, Inc., Miami, Florida, USA) eingesetzt. Ihre klinischen Ergebnisse wurden rückblickend überprüft.
Ergebnisse: Obwohl bei 7 von 11 Augen Hornhautzeichen gefunden wurden, die auf RCE hindeuten, konnte die Diagnose bei den übrigen 4 Augen, darunter zwei Augen mit vorherrschenden Lidbeschwerden, erst durch den Zelluloseschwammtest zur Ermittlung eines faltigen Epithels gestellt werden. Nach dem Debridement und Einsetzen von ProKera ® wurde innerhalb von 4 bis 7 Tagen bei allen Augen eine vollständige Epithelisierung festgestellt. Während der Nachbeobachtung von 13,7 ± 2,2 Monaten trat bei einem Auge ein Rezidiv auf, das eine erneute Behandlung erforderte. Danach waren alle Augen symptomfrei und hatten wieder ein glattes und stabiles Hornhautepithel. Die bestkorrigierte Sehschärfe verbesserte sich bei allen 6 Augen, die über verschwommenes Sehen und die Sehachse beklagten, auf mindestens 20/30.
Schlussfolgerungen: Ein Debridement, gefolgt von der Platzierung einer selbsthaltenden kryokonservierten Amnionmembran über ProKera ®, kann in der Praxis zur Behandlung von RCE durchgeführt werden. Weitere Studien zur Bestätigung der Wirksamkeit im Vergleich zu anderen Operationen sind erforderlich.