ISSN: 1948-5964
Sreenivasan Srirangaraj und Dasegowda Venkatesha
Hintergrund: Die einjährige Überlebensrate von Erwachsenen mit erworbenem Immunschwächesyndrom (AIDS) nach Beginn einer antiretroviralen Therapie (ART) und Daten zur Wirksamkeit einer generischen ART sind in Indien nicht gut dokumentiert. Das andere Ziel bestand darin, herauszufinden, ob opportunistische Infektionen einen signifikanten Risikofaktor für die Mortalität darstellen. Methodik: Das Überleben wurde in einer prospektiven Beobachtungskohortenstudie an 108 ART-naïven AIDS-Patienten in einem südindischen Bundesstaat nach Kaplan-Meier-Schätzungen untersucht. Die Wirksamkeit verschiedener generischer ART-Behandlungsschemata wurde mittels Cox-Regressionsanalyse bewertet, und es wurde eine multiple logistische Regressionsanalyse durchgeführt, um die Rolle opportunistischer Infektionen bei der Mortalität zu beurteilen.
Ergebnisse: Die Gesamtüberlebensrate lag 6 Monate nach Beginn der ART bei 94,25 % und ein Jahr nach Beginn der ART bei 88,46 % bei Personen, die die Therapie mit einer CD4-Zahl von < 200 Zellen/mm3 begonnen hatten. Es gab keinen Unterschied in der Überlebensrate zwischen Patienten mit Efavirenz- oder Nevirapin-basierten Therapien. Die Sterblichkeitsrate nach einem Jahr betrug 9 % (neun Todesfälle), von denen vier innerhalb der ersten 90 Tage nach Beginn der antiretroviralen Therapie auftraten. Lungentuberkulose war ein signifikanter Risikofaktor für die Sterblichkeit (OR = 4,768, p ≤ 0,05).
Schlussfolgerung: Generische antiretrovirale Therapie (ART) ist für die Mehrheit der AIDS-Patienten in ressourcenarmen Umgebungen von Vorteil. Lungentuberkulose ist ein wichtiger Risikofaktor für die Sterblichkeit bei AIDS-Patienten unter antiretroviraler Therapie.