ISSN: 2155-9570
Saghir Ahmed Sadiq, Aneeza Arif und Hasan Anzar Usmani
Hintergrund: Bewertung des Stressniveaus von Chirurgen dreier verschiedener Berufsgruppen während einer Kataraktoperation. Design: Beobachtungsstudie.
Teilnehmer: Drei gesunde männliche Augenchirurgen (Chirurg A, ein Facharzt in der Ausbildung, Chirurg B, ein Assistenzarzt für Kataraktchirurgie, und Chirurg C, ein Facharzt) wurden während 95 aufeinanderfolgender unkomplizierter Kataraktoperationen unter örtlicher Betäubung mittels Phakoemulsifikation untersucht.
Methoden: Ein Pulsoximeter wurde verwendet, um die Herzfrequenz der drei Chirurgen während der Operation aufzuzeichnen. Die Messungen wurden zu Beginn und alle 2 Sekunden während der Operation durchgeführt. Die prozentuale Veränderung vom Ausgangswert für jede Phase wurde für einzelne Chirurgen und für die drei Chirurgen untereinander mithilfe eines einfaktoriellen ANOVA-Tests verglichen.
Ergebnisse: Es wurden Beobachtungen in 29 Fällen für Chirurg A und in jeweils 33 Fällen für Chirurg B und Chirurg C aufgezeichnet. Insgesamt gab es einen signifikanten Anstieg bei Kapsulorhexis (p=0,007), Phakoemulsifikation (p<0,001) und Linsenimplantation (p=0,002) und Wundverschluss (p=0,149). Chirurg A zeigte die höchste Erhöhung während der Phakoemulsifikation (p<0,001). Chirurg B zeigte in einem bestimmten Stadium keinen höheren Anstieg (p=0,103); und Chirurg C hatte gegen Ende des Verfahrens eine höhere Herzfrequenz (p<0,001).
Schlussfolgerungen: Veröffentlichte Berichte haben den Stress hervorgehoben, dem Chirurgen in verschiedenen Fachrichtungen ausgesetzt sind. Unsere Studie ist die erste, die eine Veränderung der Herzfrequenz vom Ausgangswert und damit des Stresses bei Kataraktchirurgen verschiedener Grade zeigt. Diese Veränderung kann auf den Unterschied in ihrer Erfahrung und ihren Fähigkeiten zurückgeführt werden. Weitere Studien können durchgeführt werden, um Stadien größeren Stresses und Mittel zu dessen Reduzierung besser zu identifizieren.