Zeitschrift für Ergonomie

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Offener Zugang

ISSN: 2165-7556

Abstrakt

Arbeitsbedingte Muskel-Skelett-Erkrankungen bei Pflegekräften: Systematische Überprüfung

Ellapen TJ and Narsigan S

Hintergrund: Da die Zahl der Pflegekräfte voraussichtlich weiter sinken wird, muss die Fluktuation aus diesem Berufsfeld eingedämmt werden. Diese systematische Überprüfung untersuchte die Inzidenz und Prävalenz von arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen (WMSD) unter Pflegekräften als möglichen Faktor für die Fluktuation aus diesem Beruf. Darüber hinaus wurden verschiedene Interventionsstrategien untersucht, die zur Eindämmung der Inzidenz von arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen unter Pflegekräften eingesetzt werden, insbesondere körperliche Übungen/Therapie. Methoden: Die Autoren hielten sich an die PRIMSA-Richtlinien. Das Ergebnisinteresse galt arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen; die Exposition galt professionellen Pflegekräften bei der Ausübung ihrer Aufgaben. Sieben elektronische Datenbanken wurden systematisch nach Veröffentlichungen durchsucht, die die folgenden Einschlusskriterien erfüllten: Inzidenz und Prävalenz von WMSD unter Pflegekräften im Zeitraum von 2003 bis 2013. Einhundertacht Artikel mit direktem und indirektem Bezug zu den Suchvorgängen wurden identifiziert. Nach dem Ausschluss von Artikeln, die die Einschlusskriterien nicht erfüllten, wurde die Qualität der verbleibenden Veröffentlichungen bewertet und anschließend ausgewertet. 48 in englischer Sprache veröffentlichte Artikel wurden ausgewertet, sodass 27 Veröffentlichungen für diese Überprüfung verwendet werden konnten. Die 27 Artikel umfassten drei Längsschnitt-, vier systematische Überprüfungen, zwei Vergleichsstudien, 14 beschreibende biomechanische/ergonomische und vier Interventionsstudien. Interpretation: Der mittlere WMSD dieser Veröffentlichungen betrug 71,85 %. Die anfälligsten anatomischen Stellen waren der untere Rücken, der Nacken und die Schultern. Prädisponierende Risikofaktoren waren eine über längere Zeiträume eingenommene unbequeme Arbeitshaltung beim Patiententransport, anstrengende körperliche Anforderungen des Pflegeberufs, ihr schlechter Gesundheits- und Fitnesszustand und Fettleibigkeit. Interessanterweise gibt es nur wenige Veröffentlichungen, die die Wirksamkeit der verschiedenen Interventionsstrategien zur Eindämmung von WMSD bei Pflegekräften untersuchen.

Haftungsausschluss: Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Tools der künstlichen Intelligenz übersetzt und wurde noch nicht überprüft oder verifiziert.
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