ISSN: 2376-0354
Aklilu Nigussie, Yitagesu Kuma, Abiy Adisu, Tigist Alemu und Kidane Desalegn
Konzeptionell werden die Vorteile der Bewässerung durch Verbesserungen der landwirtschaftlichen Produktivität realisiert. Auf Haushaltsebene könnten die landwirtschaftlichen Produktionssteigerungen von Verbesserungen bei der Einkommensgenerierung und den Lebensmittelkonsummustern begleitet werden. Ziel dieser Untersuchung war es, die Beziehung zwischen Bewässerung, Einkommensgenerierung und Haushaltskonsummustern bei ländlichen Kleinbauern zu untersuchen, die die Zwiebelsorten (Allium cepa) Bombie und Adama Red im Vorfeld in größere Mengen anbauen. In 500 Haushalten wurde eine Umfrage durchgeführt und Informationen zu Demografie, Landbesitz und Familienarbeit, Bewässerung, Erträgen aus dem Anbau, Konsumverhalten, Wahrnehmungen und Erfahrungen der Bauern und anderen damit verbundenen Variablen gesammelt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Ertrag an Bombie Red durch Bewässerung durchschnittlich 193 Doppelzentner pro Hektar betrug und die Zwiebel 90–100 Tage reif war. Insgesamt erhöht die Produktion jedoch das landwirtschaftliche Einkommen der Haushalte, da die produzierten Mengen direkt vermarktet werden, was die Haushaltseinkommen erhöht und für den Kauf von Lebensmittelpflanzen zum Verzehr ausgibt. Allerdings war im Konsumverhalten der bewässerten Haushalte mit höherem Einkommen eine größere Ernährungsvielfalt festzustellen, da ein Teil der Erträge an die umliegenden Märkte und andere tertiäre Märkte wie Nazareth und Addis Abeba geliefert wurde. Der durchschnittliche Gesamtlandbesitz betrug 4,7 ha, während die durchschnittliche für den Zwiebelanbau bewirtschaftete Fläche in den Distrikten Amibara und Fentale des Awash-Beckens zwischen 2,2 und 1,1 ha variiert. Die durchschnittliche Erfahrung der Kleinbauernhaushalte mit der Verwendung verschiedener verbesserter Sorten betrug in Fentale 7,3 Jahre und in den Distrikten Amibara 5,1 Jahre, was einen guten Beitrag zur Produktionssteuerung leistete. Die Produzenten gaben an, dass sie ihre Felder in ihrem Distrikt durchschnittlich einmal am Tag bewässerten. Die für die Zwiebelproduktion verwendete Setzlingsmenge variierte je nach Zustand des Saatguts im Durchschnitt um 3,8 kg/ha.